Übung 78 – Hören Sie noch zu? Oder Hören Sie schon hin?

Einst schrieb der deutsche Journalist Kurt Tucholsky:

„Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören. Man könnte den Menschen gradezu als ein Wesen definieren, das nie zuhört.“ *

Hätte Kurt Tucholsky mit seinem Aphorismus recht, dann wäre es bei uns Menschen schlecht bestellt um die Kunst des Netzwerkens. Aber tatsächlich: Es fällt uns im Alltag oft schwer, uns zu konzentrieren, uns nicht ablenken zu lassen, uns selbst ein bisschen weniger wichtig zu nehmen, auf den anderen, dem wir zuhören einzugehen, mit einer Bestätigung oder mit einer Frage.

Hinhören ist wichtiges Kommunikationsmittel

Vermutlich hat sogar der Verkaufstrainer recht, der mit seiner Kritik genau dort im Gespräch mit Kunden ansetzt: Der Begriff „zuhören“ ist vielleicht der Falsche. Wir hören zu indem wir unser Gegenüber unterbrechen, ungeduldig unsere Themen adressieren, die Muße des Momentes ignorieren und das uns Gesagte übertönen.

Daher der Rat: Wer in der Kommunikation mit anderen punkten will, der hört nicht „ZU“, sondern er hört „HIN“; um zu verstehen; um zu erkennen; um zu ergründen.

Beobachten Sie heute Ihr Kommunikationsverhalten: Hören Sie noch zu, oder Hören Sie schön hin?

Mein heute Gelerntes zum Zu- und Hinhören:

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* Kurt Tucholsky, zitiert aus seinen Aphorismen zum Menschen.

Netzwerken heißt kommunizieren

Am Stehtisch auf einer Abendveranstaltung. Morgens im Bus. An jedem Ort mit einem Lächeln. Beim Kongess. Vor und nach dem Vortrag. Oder mit einem Kartengruß. Ihnen fallen aber sicher noch andere Situationen ein, oder?

Tipps & Tricks im Netzwerken

Holger Bengs

Netzwerken mit Köpfchen.

Tel. 069 – 15 32 25 678

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