Hier kommt die Provokation

Aus aktuellem Anlaß möchte ich einen Impuls hier weitergeben.

Sie wissen ja: Ich bin Chemiker. Ich nehme mir also das Recht heraus zu schimpfen. Das soll einige zur Diskussion anregen. Einige andere mögen meinen, das sei Nestbeschmutzung. Meinethalben. Lassen Sie uns diskutieren.

Nehmen Sie Chemiker und Chemikerin als Synomym für introvertierte Menschen. Schüchterne.

Chemiker in der Gesellschaft Deutscher Chemiker

Gestern habe ich in der Xing-Gruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker folgende Thesen aufgestellt.

Streiten Sie mit!

Wenn Sie aber Chemikerin oder Chemiker sind und noch immer keinen Job haben, dann denken Sie bitte über die Kraft von Netzwerken nach. Ihre Kinder werden es Ihnen danken. Denn was ist, wenn der promovierte Vater nach zehn Jahren Studium den Teddybär, die Jugendfreizeit oder das Handy nicht bezahlen kann?

Message understood?

11 Thesen rund um die den Beruf suchenden Chemiker

Nachzulesen hier:

  1. Chemikern mangelt es an Selbstbewusstsein.
  2. Während des Studiums wird vergessen ein Netzwerk aufzubauen.
  3. Viele glauben immer noch der Prof. hält eine Stelle parat.
  4. Vielerorts wird fachlich perfekt, aber weltfremd für die Realität ausgebildet.
  5. Viele sind aber auch so etwas von unflexibel, was die Tätigkeit angeht.
  6. Und räumlich darf es gern vor der Haustür sein.
    Und
  7. Wenn der Chemiker hört, er muss sich verkaufen, um eine Stelle zu bekommen, bekommt er in der Regel die Krise.
  8. Stellen werden nicht gedruckt, die sucht man sich. Ich bin immer noch der Meinung, dass es viele Unternehmen gibt, die noch gar nicht wissen, dass sie mit der Qualität und der Denkweise eines Chemikers erfolgreicher werden.
  9. Wer sich nicht ein Jahr vor der Promotion damit befasst, dass er in einem Jahr einen Arbeitsplatz braucht, hat die Konsequenzen selbst zu tragen.
  10. Einfach ökonomische Prinzipien werden nicht verstanden: wer zu lange wartet und sich Zeit lässt, muss sich nicht wundern, dass der Wettbewerb druch weitere Absolventen härter wird.
    Und:
  11. Ein Gehalt wird immer noch verhandelt.

Bitte diskutieren Sie mit!

Netzwerken ist (m)eine Lebensphilosophie

Holger Bengs

Netzwerken: Immer mit Job und Einkommen

Holger Bengs

Netzwerken mit Köpfchen.

Tel. 069 – 15 32 25 678

Kommentare

  1. Sebastian Beil

    Lieber Holger,
    vielen Dank für deine Thesen. Kein Widerspruch von meiner Seite. Vielleicht aber eine Ergänzung:
    Wenn man promoviert sollte man sich fragen: für wen eigentlich? Nur für die Ergebnisse des Profs? Wohl kaum, man promoviert (oder wird promoviert) auch für sich selbst und jeder ist selbst verantwortlich was er daraus macht.

    Schöne Grüße
    Sebastian

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